Carport oder Garage? | Alle Unterschiede & Tipps

Carport planen & bauen – Infos zu Bauarten, Kosten, Materialien und ob sich ein Bausatz für dich lohnt. Jetzt schlau machen!

Carport oder Garage - Alle Unterschiede und Tipps

Carport oder Garage – was ist die bessere Wahl? Wenn du dein Auto schützen willst, stehen dir beide Optionen offen. Doch sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in Optik, Funktion und Aufwand. Hier erfährst du, worauf du wirklich achten solltest.

Carport oder Garage? – Was passt besser zu deinem Zuhause?

Wenn du gerade ein Haus baust oder dein Grundstück umgestaltest, stehst du früher oder später vor der Entscheidung: Carport oder Garage? Genau diese Frage stellen sich jedes Jahr unzählige Bauherren – und die Antwort ist gar nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheint. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile, doch welche Lösung passt zu deinem Alltag, deinem Budget und deinem Grundstück?

carport oder garage nebeneinander im neubaugebiet

Zwischen Freiraum und festem Bau: Was bringt der Carport wirklich?

Ein Carport bietet deinem Fahrzeug Schutz vor Regen, Schnee und UV-Strahlung – und das zu deutlich geringeren Kosten als eine geschlossene Garage. Wenn dir also der Witterungsschutz wichtig ist, du aber keinen allzu großen Aufwand betreiben willst, spricht vieles für den offenen Unterstand.

Optisch lässt sich ein Carport heute deutlich ansprechender gestalten als noch vor einigen Jahren. Es gibt Modelle, die sich perfekt an moderne Hausfassaden anpassen – mit Flachdach, begrüntem Dach oder sogar Solarpanelen. Anders als bei der Garage, wirkt ein Carport leichter und luftiger, was auf kleinen Grundstücken besonders gut zur Geltung kommt.

Allerdings darf man nicht verschweigen, dass eine Garage besser gegen Einbruch schützt. Ein Einbruchsschutz an der Tür ist bei massiven Garagentoren oft serienmäßig, während ein offener Carport hier naturgemäß Schwächen zeigt. Auch als Lagerraum für die Gartenmöbel im Winter bietet eine geschlossene Garage natürlich Vorteile – insbesondere, wenn du keine weiteren Abstellflächen im Haus hast.

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: die rechtlichen Rahmenbedingungen. In vielen Bundesländern reicht eine einfache Anzeige für den Bau eines Carports, während du für eine Garage eine Baugenehmigung brauchst. Ein Blick in die Garagenverordnung deines Bundeslands hilft dir dabei, teure Fehler zu vermeiden.

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Carport selber bauen – Planung, Genehmigung und Stolperfallen

Wenn du handwerklich geschickt bist, denkst du vielleicht darüber nach, den Carport selber zu bauen. Das ist durchaus machbar – aber nicht ganz ohne Tücken. Die erste Hürde: die Statik. Auch wenn ein Carport offen ist, muss er starken Windlasten und Schneemengen standhalten. Je nach Region gelten hier klare Vorschriften. Zudem brauchst du einen stabilen Untergrund – ein einfacher Rasen reicht da nicht aus.

Noch vor dem ersten Spatenstich solltest du dich beim Bauamt erkundigen, ob dein Bauvorhaben erlaubt ist. In einigen Gegenden gelten strenge Bebauungspläne, die den Bau eines Carports einschränken – besonders in Neubaugebieten mit einheitlicher Gestaltung. Und auch wenn keine formelle Genehmigung notwendig ist, solltest du die Nachbarn informieren, wenn dein Carport direkt an deren Grundstücksgrenze grenzt.

Wichtig ist außerdem die Planung der Zufahrt. Wenn du ohnehin schon an der Gestaltung deines Grundstücks arbeitest, lohnt es sich, auch über Tipps für Einfahrtstore nachzudenken. Ein automatisches Tor macht nicht nur optisch etwas her, sondern sorgt auch für Komfort im Alltag – besonders bei Regen oder mit Kindern im Auto.

carport aus holz am einfamilienhaus mit auto

Bausatz oder Individualbau – wie viel Eigenleistung steckt wirklich drin?

Eine beliebte Alternative zum vollständigen Eigenbau ist der Carport Bausatz. Diese Bausätze gibt es in Baumärkten oder online in unterschiedlichsten Varianten – von schlicht bis edel, aus Holz oder Metall, mit Flachdach oder Satteldach. Der Vorteil: Du bekommst alle Materialien und Pläne fix und fertig geliefert und kannst direkt loslegen.

Doch auch hier lauern Fallstricke. Die Qualität der Materialien schwankt stark – und nicht jeder Bausatz ist so einfach aufzubauen, wie es die Werbung verspricht. Gerade bei größeren Modellen, etwa mit integriertem Abstellraum, braucht es handwerkliches Geschick und mindestens eine zweite helfende Hand. Im Vergleich zu einem Gartenhaus, das oft rein dekorativen Zwecken dient, ist ein Carport funktionaler – aber auch technisch anspruchsvoller.

Der große Vorteil eines Bausatzes ist der Preis: Im Vergleich zur individuell geplanten Maßanfertigung sparst du mehrere Tausend Euro – was beim Hausbau keine Kleinigkeit ist. Und selbst wenn du den Aufbau nicht selbst übernimmst, sind viele Handwerksbetriebe bereit, einen Bausatz zu montieren – günstiger als ein vollständiger Neubau.

Holz oder Metall – Welches Material darf es sein?

Beim Carport ist das Material nicht nur Geschmackssache, sondern auch eine Frage der Pflege, Haltbarkeit und natürlich des Budgets. Holzcarports wirken warm und natürlich, passen besonders gut zu klassischen Einfamilienhäusern oder ländlichen Umgebungen. Allerdings brauchen sie Pflege – Lasur oder Lack sollten alle paar Jahre erneuert werden, um das Holz vor Witterung zu schützen.

Metallcarports dagegen sind pflegeleicht, modern und langlebig. Sie passen hervorragend zu Neubauten mit klaren Linien und wenig Schnörkel. Verzinkter Stahl oder Aluminium sind rostfrei und nahezu wartungsfrei – dafür oft teurer in der Anschaffung.

Auch optisch gibt es heute viele Kombinationsmöglichkeiten: Holz-Metall-Mix, pulverbeschichtete Träger oder transparente Dachplatten sorgen dafür, dass du keine Kompromisse eingehen musst. Wenn du dein Grundstück zusätzlich sichern willst, kann ein Doppelstabmattenzaun rund um Carport und Garten eine gute Ergänzung sein – schlicht, robust und einbruchsicher.

carport selber bauen in wohngebiet

Welcher Carport passt zu dir?

Bevor du dich entscheidest, ob es ein Carport oder doch eine Garage werden soll, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf deine Bedürfnisse. Wohnst du in einer ländlichen Gegend mit viel Platz und wenig Vandalismus, kann ein Carport völlig ausreichen – vielleicht sogar mit integriertem Schuppen für Rasenmäher, Fahrräder oder um Ameisengift zu lagern. Lebst du dagegen in der Stadt, wo Fahrraddiebstahl an der Tagesordnung ist, und das Auto öfter unbeaufsichtigt steht, könnte eine Garage sinnvoller sein.

Auch deine Gewohnheiten spielen eine Rolle. Wenn du zu denen gehörst, die ihr Auto jeden Morgen freikratzen müssen, schätzt du vielleicht die Vorteile eines Carports. Bist du aber jemand, der gerne sammelt, hortet und selten wegwirft, kann eine Garage schnell zum Abstellraum werden – mit dem Risiko, dass regelmäßiges Ausmisten und Entrümpeln der Garage zu einer lästigen Daueraufgabe wird.

Ein letzter Punkt: die Optik. Ein Carport kann wunderbar in die Gartengestaltung eingebunden werden, mit Pflanzbeeten, Holzterrasse oder sogar als Überdachung für Sitzplätze im Sommer. Mit durchdachter Planung wirkt der Carport nicht wie ein reiner Zweckbau, sondern fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.